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IT-Security Incident: IT-Sicherheitsvorfälle mit dem richtigen Wissen bewältigen!

14.11.2022 - Mit fortschreitendem Digitalisierungsgrad nehmen IT-Sicherheitsvorfälle zu und die Schäden, die dadurch entstehen, sind oft immens. Sie reichen heute weit über monetäre Verluste hinaus und betreffen nicht nur die attackierten Unternehmen, sondern zunehmend auch Drittparteien entlang der gesamten Wertschöpfungskette und mitunter sogar große Teile der Bevölkerung. Aus diesem Grund sollte sich jedes Unternehmen auf einen möglichen IT-Sicherheitsvorfall vorbereiten. Dazu gehört, dass sie neben wirksamen Sicherheitslösungen, die speziell für den Umgang mit IT-Sicherheitsvorfällen entwickelt wurden, einen umfassenden Vorfallreaktionsplan, implementieren. Wann genau man von einem IT-Sicherheitsvorfall spricht und welche wichtigen Schritte und Maßnahmen vor, während und nach einem IT-Sicherheitsvorfall entscheidend sind, erfahren Sie in unserem heutigen Blogbeitrag.

Sehr geehrte Leser*innen,

IT-Sicherheitsvorfälle sind heutzutage allgegenwärtig. Aus diesem Grund sollten sich sämtliche Unternehmen auf einen möglichen IT-Sicherheitsvorfall vorbereiten, um im Notfall korrekt reagieren zu können. Aber wann spricht man tatsächlich von einem IT-Sicherheitsvorfall und welche wichtigen Schritte und Mittel sind vor, während und nach einem IT-Sicherheitsvorfall entscheidend? Die Antworten erfahren Sie in den folgenden Abschnitten.

Ob IT-Schwachstelle, menschliches Fehlverhalten oder gezielter Hacker-Angriff: Mit fortschreitendem Digitalisierungsgrad sind IT-Sicherheitsvorfälle keine Seltenheit mehr – im Gegensatz. Sie stehen inzwischen an der Tagesordnung und kommen in nahezu jedem inländischen Unternehmen vor.

Die Folgeschäden, die dadurch auftreten, sind oft immens. Sie reichen inzwischen weit über monetäre Verlustgeschäfte hinaus und tangieren nicht bloß die attackierten Unternehmen, sondern immer mehr auch Drittparteien innerhalb der kompletten Wertkette und mitunter sogar große Teile der Bevölkerung, wie etwa die IT-Sicherheitsvorfälle von 2021 bei Colonial Pipeline, dem größten Benzin-Pipeline-Betreiber in den USA sowie den IT-Unternehmen Kaseya sowie SolarWinds eindrucksvoll zeigten.

Doch was ist mit einem IT-Sicherheitsvorfall tatsächlich gemeint?

Wann wird von einem IT-Sicherheitsvorfall gesprochen?

Gemeinhin wird unter einem IT-Sicherheitsvorfall ein unerwünschtes Ereignis begriffen, welches die Vertraulichkeit, Nutzbarkeit und Integrität von Informationen, Geschäftsprozessen, IT-Systemen, IT-Anwendungen oder IT-Diensten derart beschädigt, dass ein großer Schadensfall für die betroffenen Unternehmen oder Personen entstehen kann.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, kurz BSI, beschreibt in seinem Baustein Sicherheitsvorfallmanagement einen solchen IT-Sicherheitsvorfall.

Folglich handelt es sich insbesondere dann, um einen IT-Sicherheitsvorfall, wenn:

• Körper sowie Leben in Bedrohung sind.
• zentrale Unternehmensprozesse empfindlich gestört oder zum Stillstand gebracht wurden.
• Hardware, Software und geschäftskritische Daten bedroht sind plus unrechtmäßig genutzt, manipuliert, formatiert, zerstört, oder eingeschränkt wurden.
• Unternehmenswerte beeinträchtigt wurden.
• Der IT-Sicherheitsvorfall Auswirkung auf Kunden, Lieferanten oder anderweitige Personen und Einheiten extern des Betriebs hat.

Vor IT-Sicherheitsvorfällen ist niemand gefeit!

Heutzutage muss ausnahmslos jedes Unternehmen damit planen, irgendwann Angriffsfläche eines sicherheitsrelevanten Ereignisses zu werden. Die Faktoren für das Auftreten eines IT-Sicherheitsvorfalls können hier sehr unterschiedlich sein. So können etwa komplizierte Internetangriffe mit Schadsoftware oder Ransomware, Fehlkonfigurationen, geschützte IT-Systeme, Sicherheitslücken in der Software, sowie Verstöße gegen Sicherheitsrichtlinien und Befehle oder auch ein Entfall oder der Diebstahl von Geräten wie Laptops schwerwiegende IT-Sicherheitsvorfälle auslösen.

Mit dem Ziel, dass IT-Sicherheitsvorfälle maximal schnell sowie angebracht bearbeitet und behoben werden können, sind Betriebe daher bestens beraten, sich frühzeitig mit dem Problem zu beschäftigen und eine durchdachte sowie umfassende Strategie zur Behandlung von IT-Sicherheitsvorfällen zu entwickeln und einzuführen.

Dazu zählt, dass diese neben dem Einsatz erprobter IT-Sicherheitsmaßnahmen und IT-Sicherheitslösungen, wie etwa SIEM-Lösungen (Security Information and Event Management), einen umfangreichen Vorfallreaktionsplan, ebenfalls vertraut unter dem Ausdruck Incident Response Plan, implementieren.

Richtig reagieren, leicht gemacht!

In einem Incident Response Plan sind alle notwendigen sowie einzuleitenden Prozesse wie auch Methoden festgelegt, die im Fall eines IT-Sicherheitsvorfalls zur Anwendung kommen.

In der Regel ist die Vorfallreaktion in vier Hauptphasen aufgegliedert:

1. Vorbereitung: Die gründliche Planung ist ein elementarer Schritt in der Verfahrensweise von IT-Sicherheitsvorfällen. Diese formt den Grundstein für den kompletten Prozess und bestimmt über Gelingen oder Versagen. In ebendieser Stufe sollte eine Incident-Response-Leitlinie, eine effektive Reaktionsstrategie und eine konkrete Ablauforganisation entwickelt und integriert werden. Überdies gilt es sicherzustellen, dass sämtliche Mitarbeiter*innen in Hinsicht auf ihre Rollen wie auch Verantwortlichkeiten bei der Erwiderung auf IT-Sicherheitsvorfälle entsprechend geschult sind. Es ist ratsam darüber hinaus Übungsszenarien zu entwerfen, um den Vorfallreaktionsplan zu evaluieren und gegebenenfalls besser machen zu können.
2. Vorfallerkennung: In dieser Stufe wird der Incident Response Plan in Bewegung gesetzt. An dieser Stelle ist es zu prüfen, ob ein gemeldeter Vorfall tatsächlich sicherheitsrelevant ist. Darüber hinaus müssen die folgenden Angelegenheiten beantwortet werden: Wann fand der Angriff statt? Wer hat ihn entdeckt? Welche Geschäftsbereiche sind betroffen? Wurde die Ursache, die Schwachstelle oder der Einstiegspunkt schon identifiziert? Welche Auswirkungen hat das Ereignis auf den laufenden Betrieb?
3. Eindämmung, Beseitigung sowie Wiederherstellung: Diese Stufe fokussiert sich hierauf, die Konsequenzen des Vorfalls so minimal wie nur möglich zu halten und Serviceunterbrechungen abzuschwächen.
4. Aktivitäten nach dem sicherheitsrelevanten Ereignis:Nachdem der Wiederherstellungsprozess abgeschlossen ist, sollte das Ereignis selbst und sämtliche Anstrengungen, die bei der Verfahrensweise des IT-Sicherheitsvorfalls vorkamen, verarbeitet werden. Dabei ist es im Sinne eines ständigen Verbesserungsprozesses entscheidend, aus dem gesamten Vorfall zu lernen und ähnliche IT-Sicherheitsvorfälle in Zukunft zu verhindern.

Verweis: Noch mehr Hilfestellungen sowie tiefergehende Informationen, wie IT-Sicherheitsvorfälle zu therapieren sind, finden Sie im IT-Grundschutzkompendium des Bundesamtes für Sicherheit in der IT.

Fazit: IT-Sicherheitsvorfälle muss man nicht erleiden!

Fast nie ist die Abhängigkeit eines Betriebs von einer funktionierenden Informationstechnik so deutlich, wie in dem Moment eines schweren IT-Sicherheitsvorfalls. Gehen geschäftskritische Daten abhanden, fallen IT-Systeme oder gar ganze IT-Infrastrukturen aus, reichen die Folgen vom völligen Betriebsstillstand bis hin zu einem beträchtlichen Reputationsverlust.

Allerdings lässt sich der Schadensumfang von IT-Sicherheitsvorfällen durch den Einsatz von ausgereiften Vorgehensweisen, Sicherheitsmaßnahmen und Sicherheitslösungen zur Behandlung von sicherheitsrelevanten Vorfällen auf ein Minimum senken.

Möchten auch Sie Ihr Unternehmen mit einer umfänglichen Incident-Response-Strategie vor schweren IT-Sicherheitsvorfällen schützen? Oder haben Sie noch Fragen zum Thema? 
Sprechen Sie uns gerne an!

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